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Anfang des Jahres wurde ich vom Zeit Magazin gefragt, ob ich beim Newsletter-Format „Was für ein Morgen“ von Christoph Amend mitmachen wolle. Natürlich!

Für alle, die es verpasst haben: hier nochmal die Texte zusammengefasst.

Seine Illustrationen, die Sie unter seinem Pseudonym „Iconeo“ auf Instagram finden, beschäftigen sich nun seit zwölf Monaten mit der Pandemie, so integriert er zum Beispiel blaue OP-Masken in seine Zeichnungen. Die Maske wird dabei zur Tasse, zum Schwimmbecken oder zum Springseil, wie Sie oben sehen können. „Ich will diese befremdlichen Gesichtsmasken durch neue Sichtweisen in etwas Unterhaltsames und Interessantes verwandeln“, hat uns Steffen Kraft geschrieben. Durch die Kita-Schließungen und die Geburt seines zweiten Kindes mitten im ersten Lockdown liegt, wie er so schön sagt, auf all seinen Projekten „der Schatten meiner Augenringe“. In der Lockdown-Zeit hat er auch seinen Podcast Ein Erdmännchen im All gestartet, in dem er über alltägliche Dinge wie bestimmte Graffitis, Heckenscheren und Raufasertapeten spricht. Außerdem hat er einen Beitrag für das Buch Solidarität in Zeiten von Corona, herausgegeben von Uwe Kemmesies und Gerhard Trabert im oekom Verlag, geschrieben. Thema: Kreativität in der Krise. Das ist übrigens Steffen Kraft und das sind seine Empfehlungen:

Ich lese immer mehrere Bücher parallel. Im Moment liebe ich Geschichten, die auf dem Meer spielen, etwa Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten von Alessandro Baricco. Dieses Buch habe ich schon mehrmals gelesen. Der Text treibt mich voran, als hätte ich ein riesiges Segel auf dem Kopf. Gleichzeitig kann ich mir die Geschichte gut als Theaterstück vorstellen. So habe ich wenigstens etwas Kopfkino. Außerdem lese ich noch Der Seewolf von Jack London, Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny und Bericht eines Schiffbrüchigen von Gabriel García Márquez. Vor allem Letzteres hat es mir angetan. Die Geschichte beruht auf den wahren Begebenheiten des Matrosen Alejandro, der bei Sturm von einem Marineschiff ins Meer gespült wird und auf einem Floß um sein Überleben kämpft. Spannend ist auch der Hintergrund: Durch die Veröffentlichung der Geschichte in einer kolumbianischen Zeitung wurde bekannt, dass das Marineschiff Schmugglerware transportierte. Daraufhin schloss die damalige Diktatur im Jahr 1955 die Zeitung und Gabriel García Márquez floh ins Ausland.

Für mich ist das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages. Sie entscheidet, wie entspannt ich in den Tag starte. Am Wochenende auf jeden Fall mit Brötchen, Croissant und Kaffee, aber unter der Woche liebe ich es, warmes Porridge zu essen. Einfach Wasser und Haferflocken aufquellen lassen, dazu Kurkuma, Zimt, geriebenen Apfel und ein paar Rosinen. Es enthält viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Das sieht bei mir nie so schön aus wie bei den ganzen Foodbloggern, die den Brei verzieren, als wäre er ein Gemälde von Bob Ross, aber dafür schmeckt es bei mir wie die gesunde Version eines Apfelstrudels.